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Er ist die Mutter aller Drag-Queens und gilt als erstes Transgender-Supermodel der Welt – als eine der Ikonen der neunziger Jahre erobert RuPaul mit dem Clubhit „Supermodel“ die Charts und für sein originelles Castingformat „RuPauls Drag Race“ wird er mit einem „Emmy“ ausgezeichnet

RuPaul wird als RuPaul Andre Charles am 17. November 1960 als Sohn von Ernestine and Irving Charles im kalifornischen San Diego geboren – er hat zwei ältere Zwillingsschwestern. Seinen Namen erhält er von seiner Mutter, die aus Louisiana stammt – das „Ru“ im Vornamen stammt von „Roux“ und bedeutet „Mehlschwitze“.

In den achtziger Jahren versucht RuPaul sich mäßig erfolgreich in Low-Budget-Filmen sowie als Tänzer und mit seiner Band „Wee Wee Pole“ – Bekanntheit erlangt er 1989 durch einen Cameo-Auftritt im Video der Hit-Single „Love Shack“ der Band „B-52s“.

Zu Beginn der neunziger Jahre avanciert RuPaul zur Institution in der New Yorker Clubszene – mehrfach wird er von Partyveranstaltern und DJs zur „Queen Of Manhattan“ gewählt. Er tritt in Nachtclubs auf und wirkt am „Wigstock-Dragfestival“ mit, auch kann man ihn in der Dokumentation „Wigstock: The Movie“ sehen.

1993 veröffentlicht RuPaul sein erstes Musikalbum „Supermodel Of The World“ mit dem Dance-Song „Supermodel (You Better Work)“, womit ihm der internationale Durchbruch gelingt – der Erfolg des Songs ist nicht zuletzt dem innovativen Musikvideo zu verdanken. Nach weiteren Singles wie „Back To My Roots“, „A Shady Shady“ und „House Of Love“ nimmt er zusammen mit Elton John das Lied „Don’t Go Breaking My Heart“ – einer Coverversion von Elton John und Kiki Dee – auf. Der Song erreicht den siebten Platz der britischen Charts und wird sein größter Erfolg.

1995 unterzeichnet RuPaul einen Modelvertrag mit einem bekannten US-amerikanischen Kosmetik-Unternehmen – wodurch er zum ersten Dragqueen-Supermodel wird. 1995 bringt er seine Biographie „Lettin‘ It All Hang Out“ heraus und 1996 erhält er seine erste eigene Talkshow, in der er Stars wie „Nirvana“, „Duran Duran“, Mary J. Blige, Beatrice Arthur, Dionne Warwick, Olivia Newton-John, die „Backstreet Boys“ und Chi Chi LaRue begrüßt. Im selben Jahr erscheint sein zweites Album „Foxy Lady“, das jedoch nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann.

In den folgenden Jahren hat RuPaul Gastauftritte in einigen Filmen – unter anderem in „The Brady Family“ („Die Brady Family“) und in „To Wong Foo“ (1995). 1997 arbeitet er mit Martha Wash an einem Remake des Discoklassikers „It’s Raining Men“ und gegen Ende des Jahres erscheint sein Weihnachtsalbum „Ho, Ho, Ho“. 2001 nimmt er gemeinsam mit Brigitte Nielsen den Dance-Song „You’re No Lady“ auf, 2004 veröffentlicht er sein drittes Album „Red Hot“ und 2006 erscheint das vierte Album „ReWorked“.

RuPaul – der sich von anderern Drag-Queens mit einer freundlichen „Liebt einander“-Attitüde abhebt – moderiert seit 2008 in einem Spartenkanal des US-Fernsehens die Castingshow „RuPaul’s Drag Race“, in dem er sich auf die Suche nach Amerikas nächster Drag-Queen macht. Das Format, in dem neben ihm diverse amerikanische Stars in der Jury sitzen, erfreut sich besonders in der Gay-Community großer Popularität – 2016 wird er dafür mit einem „Emmy“ ausgezeichnet.

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