Famous People » Schauspieler » Sissy Spacek

Mit der Hauptrolle im Horrorstreifen „Carrie“ schreibt sie Filmgeschichte – Sissy Spacek beweist in den verschiedensten Rollen großes schauspielerisches Talent, vorzugsweise ist sie als starke und unabhängige Kämpferin zu sehen und zeigt sich erst im vorgerückten Alter auch von ihrer komischen Seite

Mary Elizabeth „Sissy“ Spacek wird am 25. Dezember 1949 im texanischen Quitman als einzige Tochter und jüngstes von drei Kindern des Ehepaares Virginia und Edwin Spacek geboren – ihre Großeltern väterlicherseits stammen aus Tschechien, mütterlicherseits kann sie ihre Vorfahren bis auf die Mayflower zurückverfolgen. Sie wächst zusammen mit zwei Brüdern in ihrem Geburtsort auf, besucht dort die Schule und hegt früh den Traum, Folk-Sängern zu werden.

Der Krebstod ihres Bruders wirft einen Schatten auf Sissy Spaceks ansonsten unbeschwerte Kindheit und Jugend. Nach dem High-School-Abschluss zieht sie nach New York, um eine Musikkarriere einzuschlagen. Sie singt und spielt Gitarre in den Kaffeehäusern von Greenwich Village und veröffentlicht mit „Rainbo“ ihre einzige Platte – als diese floppt, absolviert sie ein Schauspielstudium am renommierten Lee Strasberg Theatre Institute, einen ersten Statistenauftritt hat sie dann 1970 in Andy Warhols Film „Trash“.

Ihre erste Filmrolle spielt Sissy Spacek 1972 in „Prime Cut“ („Die Professionals“) mit Gene Hackman, größere Bekanntheit erlangt sie ein Jahr später durch den Film „Badlands“ („Badlands – Zerschossene Träume“) neben Martin Sheen. Zum Hollywood-Star wird sie schließlich 1976 durch Brian De Palmas Film „Carrie“ („Carrie – Des Satans jüngste Tochter“) nach dem Roman von Stephen King an der Seite von Amy Irving, John Travolta, Priscilla Pointer und Piper Laurie – die Hauptrolle in dem Horrorfilm bringt ihr eine „Oscar“-Nominierung als „Beste Hauptdarstellerin“ ein. 1981 kann sie die begehrte Filmtrophäe schließlich in Empfang nehmen – für ihre grandiose Darstellung der Country-Legende Loretta Lynn im Film „Nashville Lady“ wird sie als „Beste Hauptdarstellerin“ ausgezeichnet.

In den achtziger Jahren bekommt Sissy Spacek zusammen mit dem Art-Director Jack Fisk – den sie 1974 heiratet – zwei Töchter. In jener Zeit nimmt sie nur wenige Rollen an – unter anderem spielt sie in „Missing“ („Vermisst“, 1982) neben Jack Lemmon, in „The Man With Two Brains“ („Der Mann mit zwei Gehirnen“, 1983) mit Steve Martin und Kathleen Turner, in „The River“ („Menschen am Fluss“, 1984) neben Mel Gibson und in „Crimes Of The Heart“ („Verbrecherische Herzen“, 1986) an der Seite von Jessica Lange und Diane Keaton.

Ab den neunziger Jahren ist Sissy Spacek wieder verstärkt auf der Kinoleinwand zu sehen – sie spielt unter anderem in „JFK“ („JFK – Tatort Dallas“, 1991) neben Kevin Costner und Kevin Bacon, in „The Grass Harp“ („Die Grasharfe“, 1995) neben Piper Laurie und Walter Matthau, in „Affliction“ („Der Gejagte“, 1997) mit Willem Dafoe und Nick Nolte, in „Blast From The Past“ („Eve und der letzte Gentleman“, 1999) neben Christopher Walken, in „In The Bedroom“ (2001) mit Tom Wilkinson, in „A Home At The End Of The World“ („Ein Zuhause am Ende der Welt“, 2004) mit Colin Farrell, in „North Country“ („Kaltes Land“, 2005) an der Seite von Charlize Theron und Frances McDormand, in „An American Haunting“ („Der Fluch der Betsy Bell“, 2005) neben Donald Sutherland, in „Four Christmases“ („Mein Schatz, unsere Familie und ich“, 2008) mit Reese Witherspoon, Mary Steenburgen und Jon Voight und in „Get Low“ („Am Ende des Weges – Eine wahre Lügengeschichte“, 2009) neben Robert Duvall und Bill Murray.

Letzte Filmauftritte hat Sissy Spacek unter anderem in „The Help“ (2011) an der Seite von Emma Stone, Viola Davis, Bryce Dallas Howard, Octavia Spencer, Jessica Chastain und Allison Janney, in „Deadfall“ („Cold Blood – Kein Ausweg. Keine Gnade.“, 2012) und in den TV-Serien „Big Love“ und „Bloodline“.

2011 wird Sissy Spacek – die über sich selbst sagt, sie spiele gerne “ordinary people in extraordinary situations” („gewöhnliche Menschen in außergewöhnlichen Situationen“) – mit einem Stern auf dem „Hollywood Walk Of Fame“ geehrt. Ihre Filme spielen bis heute insgesamt fast neunhundert Millionen US-Dollar ein.

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