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Als britischer Exzentriker, der kein Bonmot auslässt, sorgt Stephen Fry mit kuriosen Auftritten immer wieder für Skandale und durch seine zahlreichen Filmrollen, in denen er versnobte Landadlige, weltfremde Wissenschaftler und konfuse Polizeiinspektoren darstellt, gehört er zu den bekanntesten Schauspielern Großbritanniens

Stephen John Fry wird am 24. August 1957 im Londoner Stadtteil Hampstead geboren – der Sohn des Naturwissenschaftlers Alan Fry und der österreichisch-jüdischen Emigrantentochter Marianne Neumann wächst unweit von London in Norfolk auf und besucht einige Privatinternate. Nach mehreren Schulverweisen gelingt es ihm doch noch, einen Hochschulabschluss zu erlangen – danach studiert er in Cambridge englische Literatur und Sprache. Während seiner Universitätszeit lernt er unter anderem die Schauspielerin Emma Thompson kennen.

Nach dem Universitätsabschluss verfolgt Stephen Fry eine Karriere als Schauspieler und Komiker – erste Bekanntheit erlangt er durch Mitwirkung in der populären TV-Serie „A Bit Of Fry & Laurie“ neben Hugh Laurie, auch tritt er regelmäßig in Rowan Atkinsons Comedy-Serie „Blackadder“ auf. Nebenher schreibt er diverse Theaterstücke – für sein erstes Bühnenwerk „Latin“ wird er 1981 mit dem „Scotsman Fringe First“ des Edinburgh Festivals ausgezeichnet.

Ab den achtziger Jahren sieht man Stephen Fry in diversen britischen TV-Produktionen – bislang wirkt er in über achtzig Fernsehproduktionen mit. Sein 1984 für das Musical „Me And My Girl“ – das jahrelang erfolgreich im Londoner Westend läuft – komponierte Libretto macht ihn früh zum Millionär.

Internationale Bekanntheit erlangt Stephen Fry besonders durch drei Filme – „Peter’s Friends“ (1992) mit Kenneth Branagh, „Oscar Wilde“ (1997) neben Jude Law und „Gosford Park“ (2001) an der Seite von Helen Mirren, Maggie Smith und Kristin Scott Thomas. Weitere Filme mit Stephen Fry sind „Chariots Of Fire“ („Die Stunde des Siegers“, 1981), „A Civil Action“ („Zivilprozess“, 1998) an der Seite von John Travolta, Robert Duvall und William H. Macy, „Spice World“ („Spice World – Der Film“, 1997) neben Emma Bunton, Melanie Chisholm und Geri Halliwell, „Relative Values“ („In bester Gesellschaft – Eine Familie zum Abgewöhnen“, 2001) mit Colin Firth und Julie Andrews, „Le Divorce“(„Eine Affäre in Paris“ (2003) neben Naomi Watts und Glenn Close, „The Hitchhiker’s Guide To The Galaxy“ („Per Anhalter durch die Galaxis“, 2008), „V for Vendetta“ (2006) mit Natalie Portman, „Stormbreaker“ (2006) neben Mickey Rourke und Bill Nighy, „St. Trinian’s“ („Die Girls von St. Trinian“, 2007) mit Rupert Everett und Colin Firth, „Eichmann“ (2007) neben Thomas Kretschmann, „Alice in Wonderland“ (2010) an der Seite von Johnny Depp, Helena Bonham Carter und Anne Hathaway und „The Look Of Love“ (2013).

Neben der Schauspielerei ist Stephen Fry ein erfolgreicher Autor – sein 1994 erschienenes Buch „The Liar“ („Der Lügner“) wird ein Bestseller. Weitere Bücher von ihm sind unter anderem „The Hippopotamus“ („Das Nilpferd“, 1994), „Paperweight“ (1996), „Making History“ („Geschichte machen“, 1997) und „The Stars’ Tennis Balls“ („Der Sterne Tennisbälle“, 2001) sowie die Autobiografie „The Fry Chronicles“ („Ich bin so Fry. Meine goldenen Jahre“, 2011).

2003 wird Stephen Fry von der britischen Zeitung „Observer“ zu den „50 Funniest Acts In British Comedy“ gezählt. Seit 2005 bekleidet er das Amt des Ehrenpräsidenten der Cambridge University Quiz Society und viele Jahre lang ist er Gastgeber der „British Academy Film Awards“.

Stephen Fry fährt privat lange Zeit ein schwarzes Londoner Taxi – nachdem es von Unbekannten demoliert wird, schafft er sich ein normales Auto an.

Stephen Fry – der seit 1996 offen homosexuell lebt – setzt sich in der Öffentlichkeit wiederholt für die Rechte von Homosexuellen ein. Wegen der russischen Anti-Homosexuellen-Gesetze fordert er 2013 in einem offenen Brief an die britische Regierung zum Boykott der Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotchi auf.

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