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Seit ihrem Auftritt in der legendären „Rocky Horror Picture Show“ ist Susan Sarandon aus dem Kino nicht mehr wegzudenken – als vielseitige Charakterdarstellerin überzeugt sie mit einem Hang zu unabhängigen Frauenrollen in zahlreichen Spielfilmen. Ihre Spezialität sind dabei sowohl ernsthaft-integre Charaktere als auch engagierte Frauen, die durch ihre erotische Ausstrahlung bestechen

Susan Sarandon kommt am 4. Oktober 1946 in New York als Susan Abigail Tomalin zur Welt – sie ist das älteste von neun Kindern einer streng katholischen Familie italienisch-walisischer Herkunft. Ihr Vater Philip Tomalin ist als Sänger einer Big-Band ebenfalls im Showbusiness tätig. Nach ihrem Schulabschluss studiert sie an der Catholic University in Washington, D.C. Schauspiel, Englisch und militärische Strategien. Das Geld für das Studium erarbeitet sich Susan Sarandon durch Jobs als Sekretärin, Putzfrau und Model. Vor ihrer Heirat mit dem Schauspieler Chris Sarandon – den sie während einer Theateraufführung kennenlernt – zeigt sie keinerlei Ambitionen zur Schauspielerei. Erst als sie ihren Mann zu einem Vorsprechtermin begleitet, erhält sie unerwartet ihre erste Rolle im Spielfilm „Joe“ (1970).

Danach dreht Susan Sarandon kleinere Parts fürs Fernsehen, 1975 ist sie neben Robert Redford in „The Great Waldo Pepper“ („Tollkühne Flieger“) zu sehen. Größere Bekanntheit erlangt sie durch die Mitwirkung im Kultfilm „The Rocky Horror Picture Show“ an der Seite von Tim Curry. Danach folgen Filme wie „Pretty Baby“ (1978), „King Of The Gypsies“ (1978) neben Shelley Winters, „Atlantic City“ (1980) neben Burt Lancaster und Michel Piccoli und „The Hunger“ („Begierde“, 1983) mit Catherine Deneuve und David Bowie. Eine Hauptrolle in der Erfolgskomödie „The Witches Of Eastwick“ („Die Hexen von Eastwick“, 1987) an der Seite von Jack Nicholson, Cher und Michelle Pfeiffer bedeutet für Susan Sarandon dann der endgültige Durchbruch.

Bei ihrem nächsten Filmprojekt „Bull Durham“ („Annies Männer“, 1988) lernt Susan Sarandon ihren Filmpartner und zukünftigen Ehemann Tim Robbins kennen. 1989 ist Susan Sarandon an der Seite von Marlon Brando, Donald Sutherland und Jürgen Prochnow in „A Dry White Season“ („Weiße Zeit der Dürre“) zu sehen, danach folgen Filme wie „White Palace“ („Frühstück bei Ihr“, 1990) neben Kathy Bates, „Thelma & Louise“ (1991) mit Geena Davis, „Lorenzos Oil“ („Lorenzos Öl“, 1992) neben Nick Nolte und Peter Ustinov, „The Client“ („Der Klient“, 1994) mit Mary-Louise Parker und „Little Women“ („Betty und ihre Schwestern“, 1994) mit Winona Ryder.

Ihr Meisterstück liefert Susan Sarandon 1995 in „Dead Man Walking“ („Dead Man Walking – Sein letzter Gang“) an der Seite von Sean Penn ab – für ihre überzeugende Darstellung einer engagierten Ordensschwester wird sie mit einem „Oscar“ geehrt.

1998 sieht man Susan Sarandon im Thriller „Twilight“ („Im Zwielicht“) an der Seite von Paul Newman und Gene Hackman, danach folgen „Anywhere But Here“ („Überall, nur nicht hier“, 1999) mit Natalie Portman, „The Banger Sisters“ („Groupies Forever“, 2002) neben Goldie Hawn, „Moonlight Mile“ (2002) an der Seite von Jake Gyllenhaal, Dustin Hoffman und Holly Hunter, „Shall We Dance?“ („Darf ich bitten?“, 2004) mit Jennifer Lopez und Richard Gere, „Alfie“ (2004) mit Jude Law, „Noel“ („Noel – Engel in Manhattan“, 2004) neben Penélope Cruz, „Bernard & Doris“ (2007) mit Ralph Fiennes, „The Lovely Bones“ („In meinem Himmel“, 2009) neben Mark Wahlberg und Saoirse Ronan und „Solitary Man“ (2009) an der Seite von Michael Douglas und Danny DeVito.

Zu den letzten Filmarbeiten von Susan Sarandon gehören „The Greatest“ („Zeit der Trauer“, 2009), „Wall Street: Money Never Sleeps“ („Wall Street: Geld schläft nicht“, 2010), „Cloud Atlas“ (2011) neben Halle Berry und Tom Hanks, „That’s My Boy“ („Der Chaos-Dad“, 2012) mit Adam Sandler, „Arbitrage“ (2012) neben Richard Gere, „The Big Wedding“ (2013) mit Robert De Niro und Diane Keaton und „Tammy“ („Tammy – voll abgefahren“, 2014) an der Seite von Melissa McCarthy, Kathy Bates, Toni Collette und Allison Janney.

Susan Sarandon wird in ihrer Karriere mit zahlreichen Filmpreisen geehrt – darunter fünf „Oscar“-Nominierungen, sieben „Golden Globe“-Nominierungen sowie einem „British Academy Award“. 2005 wird die Schauspielerin mit dem „Hollywood Film Award“ gekürt und 2007 darf sie den „Ehrenpreis“ auf dem „Las Palmas Film Festival“ in Empfang nehmen.

Im Vorfeld des Irak-Krieges 2003 bezieht Susan Sarandon explizit Stellung gegen einen Angriff auf das Land und nutzt ihre Präsentation bei der Verleihung der „Oscars“, um ihrer Haltung Ausdruck zu verleihen. Im selben Jahr tritt sie im Werbespot „Love is Love is Love“ auf, welcher für die Akzeptanz von Homosexuellen wirbt und 2005 ist sie die Präsentatorin des elften „Live-8-Konzerts“ in Edinburgh. Bei der Eröffnungsfeier der XX. Olympischen Winterspiele trägt die bekennende Pazifistin gemeinsam mit sieben weiteren Frauen die Olympische Flagge ins Olympia-Stadion von Turin.

Susan Sarandon ist von 1967 bis 1979 mit dem Schauspieler Chris Sarandon verheiratet. Aus der zweiten Ehe mit Tim Robbins gehen die Söhne John Henry und Miles hervor. Aus einer früheren Beziehung zu dem italienischen Filmregisseur Franco Amurri entstammt die Tochter Eva, die ebenfalls Schauspielerin ist.

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