Famous People » Schauspieler » Thelma Ritter

Mit Mutterwitz und viel Humor wird Thelma Ritter vorwiegend in Rollen von resoluten Damen im fortgeschrittenen Alter dem internationalen Kinopublikum bekannt – die schlagfertige New Yorkerin brilliert in prägnanten Nebenrollen an der Seite von großen Hollywood-Actricen wie Grace Kelly, Doris Day, Bette Davis und Marilyn Monroe

Thelma Ritter kommt am 14. Februar 1905 im New Yorker Stadtteil Brooklyn zur Welt. Schon als Schülerin wirkt sie in Schultheateraufführungen und bei Laienspielgruppen mit, später nimmt sie Schauspielunterricht an der American Academy Of Dramatic Arts. Danach arbeitet sie als Bühnenschauspielerin und ist dann vorübergehend Hausfrau und Mutter. In den frühen vierziger Jahren kann man Thelma Ritter vorwiegend im Radio hören.

Erstmals tritt Thelma Ritter 1947 im Film „Miracle On 34th Street“ („Das Wunder von Manhattan“) in einer kleineren Rolle in Erscheinung – danach folgt „A Letter To Three Wives“ („Ein Brief an drei Frauen“, 1949) neben Celeste Holm und Kirk Douglas. Größere Bekanntheit erlangt die Schauspielerin an der Seite von Bette Davis und George Sanders in „All About Eve“ („Alles über Eva“) in der Rolle der burschikosen Birdie Coonen. Danach sieht man sie im Katastrophenfilm „Titanic“ („Der Untergang der Titanic“, 1953) neben Barbara Stanwyck und Robert Wagner, in „Pickup On South Street“ („Polizei greift ein“, 1953) mit Richard Widmark und in Alfred Hitchcocks Kult-Krimi „Rear Window“ („Das Fenster zum Hof“, 1954) an der Seite von Grace Kelly und James Stewart – durch die Rolle der resoluten Krankenschwester Stella erlangt Thelma Ritter größere Bekanntheit.

Es folgen Filme wie „Daddy Long Legs“ („Daddy Langbein“, 1955) mit Fred Astaire, „The Proud And Profane“ („Auch Helden können weinen“, 1955) neben William Holden und Deborah Kerr, „Pillow Talk“ („Bettgeflüster“, 1959) an der Seite von Doris Day und Rock Hudson – worin sie als trinkfeste Haushälterin Alma zu sehen ist – und „The Misfits“ („Misfits – Nicht gesellschaftsfähig“, 1960) neben Marilyn Monroe, Clark Gable und Montgomery Clift. Danach spielt Thelma Ritter in „Birdman Of Alcatraz“ („Der Gefangene von Alcatraz“, 1962) neben Burt Lancaster und Karl Malden, im Western „How The West Was Won“ („Das war der Wilde Westen“, 1962) mit Henry Fonda und Gregory Peck, in „A New Kind Of Love“ („Eine neue Art von Liebe“, 1963) an der Seite von Paul Newman und in „Move Over, Darling“ („Eine zuviel im Bett“, 1963) neben Doris Day und James Garner. Ihren letzten Filmauftritt hat Thelma Ritter 1965 in „Boeing-Boeing“ an der Seite von Tony Curtis.

Thelma Ritter wird rekordverdächtige sechsmal für einen „Oscar“ nominiert – erhält die begehrte Filmtrophäe jedoch nie. Auch für den „Golden Globe“ und den „Emmy“ wird die Schauspielerin diverse Male vorgeschlagen, aber nur einmal wird ihr der Theaterpreis „Tony“ verliehen.

Kurz nach einem Auftritt in der „Jerry Lewis Show“ erleidet Thelma Ritter 1969 einen Herzinfarkt, von dem sie sich nicht mehr erholt – sie stirbt im Alter von dreiundsechzig Jahren am 4. Februar 1969.

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