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Als Charakterdarsteller mit jahrelanger Bühnenerfahrung wird er durch seine Rolle im dänischen „Dogma“-Film „Das Fest“ mit einem Schlag über die Grenzen seines Heimatlandes bekannt – heute zählt Ulrich Thomsen zu den erfolgreichsten und populärsten Schauspielern des europäischen Kinos. Ob als brutaler Skinhead, als James-Bond-Gegenspieler oder als genialer Wissenschaftler – der vielseitige Däne agiert in vielen internationalen Filmproduktionen mit großer Überzeugungskraft

Ulrich Thomsen wird 1963 in Næsby – ein Ortsteil von Odense – auf der dänischen Insel Fünen geboren. Nach dem Besuch eines Gymnasiums geht er zunächst ins kalifornische Beverly Hills, wo er sich als Pizzabote durchschlägt. Zurück in Dänemark erhält er eine Rolle in einem Outdoor-Theaterstück in Nybor, er besucht die Fame School in Odense und ab 1989 die Staatliche Theaterschule in Kopenhagen, wo er 1993 seinen Abschluss macht. Danach kann man ihn auf diversen Kopenhagener Theaterbühnen sehen. Sein Filmdebüt gibt Ulrich Thomsen 1994 im Kult-Thriller „Nightwatch – Nachtwache“.

Für seine Darstellung als Bankräuber in „De største helte“ („Zwei Helden“, 1996) erhält Ulrich Thomsen 1997 den Preis der dänischen Filmakademie – den „Robert“ – als „Bester Nebendarsteller“. Danach folgen einige Nebenrollen, unter anderem im „Oscar“-gekrönten Kurzfilm „Valgaften“ („Wahlnacht“, 1998). Seinen Durchbruch als Schauspieler hat Ulrich Thomsen 1998 in Lars von Triers ersten „Dogma“-Film „Festen“ („Das Fest“) als Sohn eines Patriarchen, der seinen Vater auf dessen Geburtstagsfeier vor der Familie des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Der Film wird ein internationaler Erfolg und erhält zahlreiche Preise, unter anderem den dänischen „Robert“ und den Preis des dänischen Filmkritiker-Verbandes, die „Bodil“, sowie den „Preis der Filmkritikervereinigungen“ von New York und Los Angeles sowie Nominierungen für den britischen Filmpreis „BAFTA“, den französischen „César“ und den „Golden Globe“ – jeweils als „Bester fremdsprachiger Film“.

Durch diesen Erfolg wird die internationale Filmbranche auf den charismatischen Dänen aufmerksam – 1999 steht er neben Pierce Brosnan, Judi Dench und Sophie Marceau in „The World Is Not Enough“ („James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug“) und 2000 an der Seite von Sean Penn in „The Weight Of Water“ („Das Gewicht des Wassers“) vor der Kamera. Auch in zahlreichen deutschen Produktionen kann man Ulrich Thomsen sehen – so in „Bella Martha“ (2001) neben Martina Gedeck, in „Blueprint“ (2004) mit Franka Potente und in „Lulu & Jimi“ (2009) mit Katrin Sass. 2000 spielt er an der Seite von Mads Mikkelsen in der Gangsterkomödie „Blinkende lygter“ („Flickering Lights“) und 2005 erneut neben Mads Mikkelsen in „Adams æbler“ („Adams Äpfel“). 2004 erhält Ulrich Thomsen für seine Rolle in „Arven“ („Das Erbe“) erneut eine „Bodil“ sowie einen „Robert“. 2005 sieht man ihn im Monumentalfilm „Kingdom Of Heaven“ („Königreich der Himmel“) neben Jeremy Irons und Liam Neeson, 2009 in „The International“ an der Seite von Clive Owen, Naomi Watts und Armin Mueller-Stahl, 2010 in „Centurion“ neben Michael Fassbender, 2011 in „Season Of The Witch“ („Der letzte Tempelritter“) neben Nicolas Cage und Ron Perlman und 2011 in „The Thing“.

Nebenher agiert Ulrich Thomsen auch in zahlreichen Fernsehproduktionen – wie in „Mappen“ (1995), in „Charlot og Charlotte“ (1996) und „Deep Water – Im Sog der Angst“ (2000) – auch für deutsche Fernsehproduktionen steht Ulrich Thomsen vor der Kamera, wie für „Ins Leben zurück“ (2003) und dem Thriller „Entführt! (2009).

Zuletzt ist Ulrich Thomsen in „Mortdecai“ („Mortdecai – Der Teilzeitgauner“, 2015) neben Gwyneth Paltrow, Ewan McGregor und Jonny Depp zu sehen.

Ulrich Thomsen lebt in Kopenhagen und in Kiel.

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