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Als erste Nachrichtensprecherin des Landes ist sie in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eines der bekanntesten Fernsehgesichter, danach avanciert sie zur erfolgreichen Autorin, Journalistin und Wahlkämpferin – bis heute setzt sich Wibke Bruns mit viel Engagement für die Gleichberechtigung der Frauen ein

Wibke Gertrud Bruns kommt als Wibke Gertrud Klamroth 8. September 1938 im sachsen-anhaltinischen Halberstadt am Harz zur Welt – sie ist eines von fünf Kindern des Kaufmanns und Offiziers Hans Georg Klamroth und seiner Frau Else. 1944 wird ihr Vater als „Mitwisser“ des Hitler-Attentates vom 20. Juli 1944 zum Tode verurteilt und im selben Jahr hingerichtet. Durch ihre Mutter – die seit 1949 im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland steht – wächst Wibke Bruns in Stockholm, Berlin und London auf.

Nach dem Abitur studiert Wibke Bruns Geschichte und Politikwissenschaften und beginnt ein Volontariat bei der „BILD-Zeitung“ im Hamburger Axel-Springer-Verlag, das sie jedoch aus politischen Gründen wieder abbricht. Ab 1962 arbeitet sie als Redakteurin beim Zweiten Deutschen Fernsehen, kurze Zeit später ist die politische Fernsehjournalistin als erste Nachrichtensprecherin im westdeutschen Fernsehen zu sehen – in der damaligen Zeit erregt dies großes öffentliches Aufsehen.

Während der Ära von Bundeskanzler Willy Brandt – den Wibke Bruns auch als Wahlkämpferin unterstützt – arbeitet sie als politische Korrespondentin in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. In jener Zeit gewinnt sie das Vertrauen zu dem menschenscheuen und unter Selbstzweifeln leidenden Willy Brand, sie begleitet ihn auf mehreren Wahlkampftouren. Jahrelang wird beiden ein intimes Verhältnis nachgesagt, was Wibke Bruns jedoch bis heute als leeres Geschwätz von sich weist.

Von 1979 bis 1983 berichtet Wibke Bruns als Auslandskorrespondentin aus Israel und von 1984 bis 1988 aus Washington. Nach einem kurzen Intermezzo als Nachrichtensprecherin 1993 beim deutschen Privatsender VOX wird sie 1995 Kulturchefin beim Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg – danach ist sie Sprecherin der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover.

Von 1961 bis 1962 ist Wibke Bruns mit dem Werbekaufmann Peter Teichgräber und von 1965 bis 1977 mit dem Schauspieler Werner Bruns verheiratet – aus der Ehe gehen zwei Töchter hervor.

Wibke Bruns lebt heute als freie Autorin – unter anderem schreibt sie das Buch „Meines Vaters Land“ (2004) – in Berlin.

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