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Sie ist Undergroundstar, Chansonsängerin und Halbweltdame und schreibt als Schauspielerin und Sängerin Theatergeschichte – Zazie de Paris spielt an namhaften deutschsprachigen Bühnen unter den großen Regisseuren der Zeit, übernimmt Rollen in Filmproduktionen, feiert mit Soloprogrammen große Erfolge und gilt als letzte Diva Deutschlands

Zazie de Paris wird in Paris als Solange Dymenzstein geboren – ihr genaues Geburtsdatum ist ein wohlgehütetes Geheimnis. Sie wächst als Kind jüdischer Eltern in Frankreich und Israel auf und erhält ab dem achten Lebensjahr eine Ballettausbildung an der Pariser Oper. Danach arbeitet sie zwölf Jahre lang als klassische Tänzerin unter anderem im Pariser Alcazar, wo sie als „Serge de Paris“ zu den Attraktionen gehört. Ihre Gesangs- und Schauspielausbildung erhält sie am Théâtre École de Montreuil.

Ende der siebziger Jahre wechselt Zazie de Paris in die Underground-Szene um kurz darauf als neuer Star der klassischen Bühne am Pariser Théâtre de l’Odéon in Peter Zadeks Inszenierung von „Maß für Maß“ für Aufsehen zu sorgen. Zu Beginn der achtziger Jahre geht sie nach Berlin, wo sie in der Hans-Fallada-Revue „Jeder stirbt für sich allein“ im Schillertheater auf der Bühne steht – auch spielt sie neben Ute Lemper und Eva Mattes in „Der blaue Engel“ am Berliner Theater des Westens.

1985 wird Zazie de Paris vom Theaterregisseur Peter Zadek ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg engagiert, wo sie zehn Jahre lang zum festen Ensemble gehört – unter anderem spielt sie dort in „Ghetto“ und in „Der Bürger als Edelmann“. 1999 kann man sie bei den Salzburger Festspielen im Stück „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ sehen und im selben Jahr erscheint ihre erste CD „Zazie de Paris – Warum Madame, warum?“. 1999 steht sie am Schauspielhaus Zürich in „Woyzeck“ auf der Bühne und 2000 agiert sie neben mit Irm Hermann im Stück „Sekretärinnen“ auf der Bühne des Berliner Schillertheaters.

Zazie de Paris ist auch gelegentlich in Fernsehproduktionen und Spielfilmen zu sehen – unter anderem in „Das Geräusch rascher Erlösung“ (1983), „Die wilden Fünfziger“ (1983) an der Seite von Boy Gobert, Christine Kaufmann und Sunnyi Melles, „Westler“ (1985), „Deux“ (2002) mit Isabelle Huppert, „Dirty Sky“ (2003) neben Nikolai Kinski und Cosma Shiva Hagen, „Kill Me Please“ (2010) – der Film gewinnt beim „International Rome Filmfestival“ den „Marc Aurel“ in Gold – und „Warum Madam Warum“ (2011).

In der Berliner „Bar jeder Vernunft“ zeigt Zazie de Paris ihre Soloprogramme „Die Wiederherstellung einer Diva“ und „Rendezvous um Mitternacht“. 2007 verkörpert sie im Theater an der Parkaue die gute Fee im Kinderstück „Stoffel fliegt übers Meer“.

Zazie de Paris lebt in Berlin.

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