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Mit ihren Weisheiten über Männer amüsiert sie die Welt und mit ihrem glamourösen Lebensstil füllt sie jahrzehntelang die Seiten der Klatschblätter – Zsa Zsa Gabor ist berühmt fürs Berühmtsein, sie geht neun Ehen ein, gilt bereits zu Lebzeiten als Legende und geht als letzte große Hollywood-Diva in die Geschichtsbücher ein

Zsa Zsa Gabor wird als Zsuzsanna Gábor Sari am 6. Februar 1917 in Budapest geboren – sie ist die Tochter des jüdisch-ungarischen Offiziers Vilmos Gabor und der Schauspielerin Jólie Sari. Ihre Jugend verbringt sie in Lausanne, wo sie eine Schule für höhere Töchter besucht. Die drei attraktiven Gabor-Schwestern pflegen einen extravaganten Lebensstil in der Budapester Gesellschaft.

1936 wird Zsa Zsa Gabor auf einem Schönheitswettbewerb zur „Miss Ungarn“ gewählt, wodurch sie in ihrer Heimat erste Popularität erfährt. In Wien wird sie dann von Richard Tauber, der ihr eine Rolle in seiner Operette „Der singende Traum“ anbietet, entdeckt – dort gibt sie ihr Bühnendebüt. Anschließend geht sie nach Budapest zurück, 1937 heiratet sie den türkischen Diplomaten und Schriftsteller Burhan Belge – 1941 wird die Ehe geschieden. Danach reist sie zu ihrer älteren Schwester Eva nach Hollywood, um dort eine Karriere als Schauspielerin zu starten.

1942 heiratet Zsa Zsa Gabor in zweiter Ehe den Hotelier Conrad Hilton. Sie werden Eltern der einzigen Tochter Constance Francesca Hilton – die Ehe wird 1947 wieder geschieden. Von 1949 bis 1954 ist sie in dritter Ehe mit dem Schauspieler George Sanders verheiratet. Nach der Scheidung ehelicht George Sanders Gabors Schwester Magda. 1964 tritt Zsa Zsa Gabor erneut vor den Traualtar und gibt dem Industriellen und Finanzberater Herbert Hunter das Ja-Wort, die Scheidung erfolgt zwei Jahre später. Von noch kürzerer Dauer ist die 1966 geschlossene Verbindung mit dem Geschäftsmann Joshua S. Cosden Jr., die nur bis 1967 hält. 1975 folgt die Ehe mit dem Designer der Barbie-Puppe, Jack W. Ryan, nach der Scheidung 1976 kommt ein Jahr später der Anwalt Michael O’Hara an die Reihe, mit dem sie es bis 1982 aushält. 1982 hält Zsa Zsa Gabor eine Heiratszeremonie mit Felipe de Alba ab – dese Heirat ist von zweifelhafter Legalität, da die Schauspielerin noch mit Michael O’Hara verheiratet ist und die Zeremonie zwar von einem Schiffskapitän, jedoch nicht in internationalen Gewässern abgehalten wird. Die Ehe, die nur einen Tag dauert, ist aus mehreren Gründen ungültig und muß darum nicht annulliert werden. 1986 heiratet sie in siebter Ehe den adoptierten deutschen Prinzen Frédéric von Anhalt, mit dem sie bis zu ihrem Tod zusammenlebt.

Mit ihren Sprüchen trifft Zsa Zsa Gabor stets ins Schwarze – auf die Frage von Journalisten, wie viele Ehemänner sie nun wirklich hatte, antwortet sie schlagfertig: „Meinen Sie, abgesehen von meinen eigenen?“. Ihren Reichtum erklärt sie so: „Ich bin eine der gute Haushälterin. Jedes Mal, wenn ich einen Mann verlasse, behalte ich sein Haus“. Glaubt man der Diva, so läßt sie John F. Kennedy, Elvis Presley und Henry Fonda abblitzen, hat aber eine Affäre mit Frank Sinatra.

In den fünfziger Jahren wirkt Zsa Zsa Gabor in zahlreichen belanglosen Filmen und Fernsehproduktionen mit – ihre größte Rolle hat sie in „Moulin Rouge“ (1952) unter der Regie von John Houston, in weiteren Hollywoodfilmen wie „Lili“ und dem Science-Fiction-Streifen „In den Krallen der Venus“ ist sie meist nur schönes Dekor. „Zsa Zsa Gabor war während des gesamten Films sehr schwierig. Der Produzent kam nach der Hälfte der Drehzeit mit Magengeschwüren ins Krankenhaus und ich blieb zurück und musste allein mit ihr fertig werden. Es störte mich immer, dass sie die Einzige war, die mit ausländischem Akzent redete“ so der Regisseur von „Queen From Outerspace“ („In den Krallen der Venus“, 1958).

Zsa Zsa Gabor, die über sich selbst sagt „Ich habe keinen Mann so sehr gehasst, dass ich ihm seine Diamanten zurückgegeben habe“ und „Ein Mädchen muss aus Liebe heiraten und das oft, bis sie sie gefunden hat“ scheint das Motto „Jede Publicity ist gute Publicity“ verinnerlicht zu haben. Bekannter als durch ihre schauspielerischen Fähigkeiten wird sie durch ihre unzähligen Affären, Skandale und Scheidungen, die stets ein gefundenes Fressen für die Klatschblätter sind.

Längere Zeit ist Zsa Zsa Gabor Begleiterin des dominikanischen Diplomaten und Playboys Porfirio Rubirosa. Großes Aufsehen erregt sie 1958, als sie von Ralph Trujillo – dem Sohn des ehemaligen Präsidenten und Diktators der Dominikanischen Republik – einen Chinchilla-Pelz im Wert von 17000 Dollar und ein Auto für 8000 Dollar als Geschenk erhält. Angesichts solcher Freigebigkeit stellen Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus den Antrag, die Finanzhilfe für die Dominikanische Republik einzustellen.

1996 steht Zsa Zsa Gabor für „Die Brady Family 2“ zum letzten Mal vor der Kamera.

2002 ist Zsa Zsa Gabor in einen Verkehrsunfall verwickelt, in dessen Folge sie an den Rollstuhl gefesselt ist – 2005 erleidet sie einen Schlaganfall und ist von da an ans Bett gefesselt.

Zsa Zsa Gabor lebt bis zu ihrem Tod mit ihrem Mann in einer Villa in Bel Air im Nobelviertel von Los Angeles, die einst Elvis Presley gehört. Sie stirbt mit neunundneunzig Jahren am 18. Dezember 2016 an den Folgen eines Herzinfarktes.

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