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Barbara Hutton

Als Party-Königin und Society-Ikone jettet sie um die Welt und verprasst dabei Milliarden – Barbara Huttons Leben gleicht einer Tragödie, ihre zahlreichen Ehen füllen jahrelang die Klatschblätter, als abgehobene Inkarnation der Dekadenz und Mythos des amerikanischen Geldadels ist sie bereits zu Lebzeiten eine Legende

Barbara Hutton wird am 14. November 1912 in New York City geboren. Sie ist die Enkelin und Erbin des Kaufhauskönigs Frank Winfield Woolworth – dem Gründer der berühmten US-amerikanischen Kaufhauskette F. W. Woolworth Company – und Tochter des Börsenmaklers Franklyn Hutton. Im Alter von fünf Jahren findet sie die Leiche ihrer Mutter Edna Woolworth, was sie fürs Leben traumatisiert.

Ohne Bezugspersonen und wenig familiären Rückhalt wächst Barbara Hutton als typisches „armes reiches Mädchen“ auf – mit sieben Jahren erbt sie fünfzig Millionen Dollar. Ihre Erziehung übernehmen Hausmädchen und Gouvernanten, ihre Jugendjahre verbringt sie in Internaten und auf zahlreichen Reisen. In den dreißiger und vierziger Jahren gilt Barbara Hutton als reichste Frau der Welt.

Barbara Hutton ist siebenmal verheiratet – von 1933 bis 1935 mit dem georgischen Fürsten Prinz Alexis Mdivani, von 1935 bis 1941 mit Graf Kurt von Haugwitz-Hardenberg-Reventlow – mit dem sie Sohn Lance hat, von 1942 bis 1945 mit Hollywood-Schauspieler Cary Grant, von 1947 bis 1951 mit Fürst Igor Trubetzkoj, von 1953 bis 1954 mit dem Playboy und Lebemann Porfirio Rubirosa, von 1955 bis 1960 mit dem deutschen Tennisspieler Gottfried von Cramm und zuletzt von 1964 bis 1966 mit dem laotischen Prinz Raymond Doan Vinh.

Barbara Huttons zahlreichen Scheidungen kosten ihr – bis auf die Scheidung von Cary Grant – Millionenbeträge. Ihre Naivität, die Suche nach Liebe und Bestätigung und ihre unglaubliche Verschwendungssucht schmälern ihr Vermögen binnen kürzester Zeit. Ihre Prasserei sorgt immer wieder für Schlagzeilen und führt sogar zu Massenprotesten der Mitarbeiter des Woolworth-Unternehmens.

Ab den fünfziger Jahren hat Barbara Hutton zunehmend Alkohol- und Drogenprobleme. 1972 verliert sie nach dem Tod ihres Sohnes Lance, der bei einem Autorenen ums Leben kommt, jeglichen Halt – sie leidet unter Magersucht und Depressionen.

Barbara Hutton stirbt am 11. Mai 1979 mit sechsundsechzig Jahren in einem Hotel in Los Angeles – sie wird in der Woolworth-Gruft neben ihrer Mutter beigesetzt. Nach ihrem Tod befinden sich nur einige tausend Dollar auf ihrem Bankkonto – in ihrem Leben hat sie also fast eine Milliarde Dollar „durchgebracht“.

1987 wird Barbara Huttons Leben fürs Fernsehen verfilmt („Poor Little Rich Girl: The Barbara Hutton Story“) – Hauptdarstellerin Farrah Fawcett wird dafür mit einem „Golden Globe“ ausgezeichnet.

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