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Barbara Hendricks

Mit ihrer voluminösen Stimme und ihrem weichen Timbre ist sie eine Sängerin von Weltrang – Barbara Hendricks tritt in ihrer über vierzigjährigen Karriere an den großen Opernhäusern der Welt auf, sie begeistert als Jazz-Interpretin und gilt als eine der bedeutendsten Liedinterpretinnen der Gegenwart

Barbara Hendricks kommt am 20. November 1948 in Stephens im US-Bundesstaat Arkansas als Tochter eines Methodisten-Pfarrers zur Welt. In der Schule und in der Kirche – wo sie schon als Kind Gospel singt – kommt sie früh mit Musik in Berührung. Nach dem Abschluss der Schule studiert sie Chemie und Mathematik und schließt das Studium schon im Alter von zwanzig Jahren mit eine Bachelor-Auszeichnung ab. Danach studiert sie vier Jahre lang an der berühmten New Yorker Musikschule Juilliard School bei der Mezzo-Sopranistin Jennie Tourel Gesang und Musik.

1974 debütiert Barbara Hendricks als Sängerin an der Oper von San Francisco sowie beim britischen Glyndebourne Opern-Festival.

Im Laufe ihrer Karriere tritt Barbara Hendricks an den wichtigsten Opernhäusern der Welt auf – darunter die Pariser Oper, die Metropolitan Opera, das Londoner Royal Opera House in Covent Garden und die Mailänder Scala. 1998 singt sie die Rolle der Liu in der historischen Aufführung der Turandot in der Verbotenen Stadt in Peking – insgesamt tritt sie in über zwanzig Rollen auf. Zu ihren musikalischen Partnern gehören Dirigenten wie Daniel Barenboim, Leonard Bernstein, Sir Colin Davis, Antal Dorati, Carlo Maria Giulini, Bernhard Haitink, Herbert von Karajan, Lorin Maazel, Sir Neville Marriner, Zubin Mehta, Wolfgang Sawallisch und Sir Georg Solti.

Barbara Hendricks gehört zu den bedeutendsten Interpretinnen der Kunstform des Liedes – berühmt sind neben ihrem großen deutschen Lied-Repertoire ihre Interpretationen von Französischen Mélodies sowie Skandinavische und Amerikanische Lieder. Sie singt zahlreiche Welturaufführungen von Komponisten wie Gilbert Amy, David Del Tredici, Tobias Picker, Mari Takano, Bruno Mantovani, Krzysztof Penderecki, Arvo Pärt, Sven-David Sandström und Peter Eötvös.

1994 debütiert Barbara Hendricks beim Montreux Jazz Festival als Jazzsängerin – seitdem tritt sie regelmäßig bei zahlreichen Jazz-Festivals auf.

Barbara Hendricks gehört mit mehr als achtzig Aufnahmen zu den meistverkauften Interpretinnen der Gegenwart – nach wie vor tritt sie mit Kammermusik, Orchester- und Jazzkonzerten sowie Oper- und Liederabenden auf der ganzen Welt auf.

Barbara Hendricks ist für ihren Einsatz als Menschenrechtsaktivistin bekannt – beim Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen ist sie Ehrenbotschafterin auf Lebenszeit. 1998 gründet sie eine Stiftung zur Verhinderung von bewaffneten Konflikten.

Barbara Hendricks trägt diverse Ehrendoktortitel, sie ist Mitglied der königlichen Schwedischen Musikakademie und Trägerin des Spanischen Ordens „Duca de Asturias“. 1986 erhält sie von der französischen Regierung den Titel „Commandeur des Arts et des Lettres“ und 1992 wird sie durch Präsident François Mitterand zum Ritter der französischen Ehrenlegion geschlagen.

1992 wird Barbara Hendricks mit einem „Bambi“ und 2000 mit dem „Prinz-von-Asturien-Preis“ ausgezeichnet.

Barbara Hendricks ist seit 1977 schwedische Staatsbürgerin. Sie ist zweifache Mutter und zweimal verheiratet – nach einer Ehe mit dem schwedischen Musikmanager Martin Engstroem lebt sie heute mit dem Theaterproduzenten und Lichtkünstler Ulf Englund am Genfer See in der Schweiz.

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