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Nena

Mit lässiger Pose und Hits wie „99 Luftballons“, „Nur geträumt“ und „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ ist sie in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die unbestrittene Gallionsfigur der „Neuen Deutschen Welle“ und die Ikone der „Generation Golf“ – heute gilt Nena als erfolgreichste Künstlern der deutschen Musikgeschichte

Nena wird am 24. März 1960 als Gabriele Susanne Kerner im westfälischen Hagen geboren, wo sie mit ihren jüngeren Geschwistern aufwächst und das Christian-Rohlfs-Gymnasium besucht. Kurz vor dem Abitur verlässt sie das Gymnasium und absolviert eine Ausbildung zur Goldschmiedin. Ihren Spitznamen „Nena“ erhält sie als Kind während eines Spanien-Urlaubs – „Nena“ ist ein umgangssprachliches spanisches Wort für „kleines Mädchen“. 1977 trifft sie in ihrer Heimatstadt den Gitarristen Rainer Kitzmann, der sie in seine nur regional bekannte Band „The Stripes“ aufnimmt. Anfang der achtziger Jahre zieht Nena mit ihrem damaligen Lebensgefährten Rolf Brendel nach West-Berlin, wo sie mit den Musikern Uwe Fahrenkrog-Petersen, Carlo Karges und Jürgen Dehmel die nach ihr benannte Band „Nena“ gründet.

Im Zuge der „Neuen Deutschen Welle“ gelingt der Gruppe 1982 mit der Single „Nur geträumt“ der Durchbruch in Deutschland, der Nachfolgehit „99 Luftballons“ entwickelt sich dann 1983 zum Superhit, die englische Version des Songs avanciert in den USA zum Millionen-Seller. Auch das von den „Spliff“-Mitgliedern Reinhold Heil und Manfred Praeker produzierte Album „Nena“ sowie die Nachfolgesingle „Leuchtturm“ werden ein voller Erfolg. Nach einem Auftritt im harmlosen Kino-Spaß „Gib Gas – Ich will Spaß“ erscheint 1984 das zweite Studioalbum von Nena – „Fragezeichen“ – dieses kann trotz Hits wie „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ und „Rette mich“ nicht an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Nach dem Verebben der „Neuen Deutschen Welle“ und der Veröffentlichung des Albums „Feuer und Flamme“ landet Nena mit „Haus der drei Sonnen“ ihren vorerst letzten Hit. 1987 startet die Sängerin mit Alben wie „Eisbrecher“ (1986), „Wunder gescheh’n“ (1989) und „Bongo-Girl“ (1992) ihre vorerst nur mäßig erfolgreiche Solo-Karriere.

Während der neunziger Jahre nimmt Nena mit „Komm lieber Mai“ (1990), „Nenas Kinderlieder“ (1994), „Unser Apfelhaus“ (1995), „Bambus Bären Bande“ (1996), „Nenas Weihnachtsreise“ (1997) und „Nena macht Rabatz“ (1999) einige Platten für Kinder auf. 2001 tritt sie auf der von Udo Lindenberg initiierten Großveranstaltung „Rock gegen Rechts“ in Berlin auf.

2002 feiert Nena ihr zwanzigjähriges Künstlerjubiläum und ein erstaunliches Comeback – sie bringt das Best-Of-Album „Nena feat. Nena – 20 Jahre. Das Jubiläumsalbum“ heraus und der neu abgemischte Song „Anyplace, Anywhere, Anytime“ daraus im Duett mit Kim Wilde erklimmt europaweit die Charts. Daran anknüpfend veröffentlicht die Sängerin 2005 das Album „Willst du mit mir gehn“ und 2007 „Cover Me“. 2004 wird Nena im Rahmen des „World Womans’s Award“ mit dem „World Artists Award“ ausgezeichnet.

2009 veröffentlicht Nena mit „Made in Germany“ ihr sechzehntes Studio-Album, 2012 erscheint „Du bist gut“ und 2015 „Oldschool“ – allesamt Alben, die nur noch bei eingefleischten Fans Anklang finden.

Von 1987 bis 1982 ist Nena mit dem Schauspieler Benedict Freitag verheiratet, gemeinsam haben sie Zwillinge. Seit den neunziger Jahren ist die Sängerin mit dem Schlagzeuger und Musikproduzenten Philipp Palm liert, aus der Verbindung gehen zwei weitere Kinder hervor. Die Familie lebt im Hamburger Stadtteil Rahlstedt.