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Errol Brown

Mit psychedelischen Popballaden und Tanzhits, die auf keiner Party fehlen dürfen, feiert der markante Jamaikaner in den siebziger und achtziger Jahren Riesenerfolge – Errol Brown sorgt mit seiner Popformation „Hot Chocolate“ für zeitlose Klassiker und gilt heute als Wegbereiter der Disco-Musik

Errol Brown wird am 12. November 1943 in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston als Lester Errol Brown geboren. Mit Mitte zwanzig geht er nach London, wo er 1969 zusammen mit  Harvey Hinsley, Larry Ferguson, Tony Wilson, Tony Connor und Patrick Olive die Popformation „Hot Chocolate“ gründet, die mit einer Reggae-Version von „Give Peace A Chance“ für Aufmerksamkeit sorgt und 1974 mit der Ballade „Emma“ ihren internationalen Durchbruch hat. Der Titel platziert sich auch in den US-Charts und wird später mehrere Male gecovert.

In den siebziger Jahren gelingt es neben Diana Ross und Elvis Presley nur „Hot Chocolate“, alljährlich eine Platzierung in den britischen Charts vorzuweisen. Mit Balladen wie „Put Your Love In Me“, „Rumours“ und „No Doubt About“ und Dance-Hits wie „You Win Again“, „You Sexy Thing“, “Every 1’s A Winner“, „Heaven Is In The Back Seat Of My Cadillac“ und „Goin’ Through The Motions“ gehört die Gruppe zu den erfolgreichsten Formationen des Jahrzehnts. Auch wenn „Hot Chocolate“ nie den Kultstatus von „Abba“ oder „Boney M.“ erlangt, gilt die Gruppe heute als Wegbereiter der Disco-Music.

Verantwortlich für die meisten Hits von „Hot Chocolate“ ist der britische Produzent Micki Most, der auch Künstlern wie Suzi Quatro, „Smokie“, „The Sweet“, Kim Wilde, „Exile“ und „Simon & Garfunkel“ zum Erfolg verhilft.

In den achtziger Jahren kann „Hot Chocolate“ den Erfolg fortsetzen – Songs wie „Girl Crazy“, „It Started With A Kiss“, „What Kinda Boy You’re Lookin’ For (Girl)“ und „Tears On The Telephone“ erreichen auch in Deutschland vorderste Chart-Positionen. Nach erfolgreichen Neuveröffentlichungen von „You Win Again“, „You Sexy Thing“ und “Every 1’s A Winner“ im Jahr 1987 verebbt der Erfolg der Gruppe und Errol Brown schlägt eine Solokarriere ein. Sein Debütalbum „That’s How Love Is“ und auch das 1991 von Dieter Bohlen produzierte Album „Secret Rendezvous“ bleiben jedoch relativ unbeachtet.

2003 wird Errol Brown von der britischen Königin Elisabeth II. 2003 mit dem MBE geehrt.

Errol Brown gilt nicht zuletzt wegen seiner Bühnenauftritte und seiner oft hintersinnigen Texte als Sexsymbol – bis zu seinem Tod ist er fünfunddreißig Jahre lang mit seiner Frau Ginette verheiratet, mit der er zwei gemeinsame Töchter hat.

Errol Brown stirbt am 6. Mai 2015 im Alter von einundsiebzig Jahren auf den Bahamas an den Folgen einer Krebserkrankung.

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