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Eva Bartok

Eva Bartok schmückt in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in diversen Nebenrollen zahlreiche internationale Filmproduktionen an der Seite der großen Stars ihrer Zeit. Schlagzeilen macht die attraktive Ungarin jedoch durch ihre vielen Ehen und Affären mit bekannten Schauspielern – die eher mittelmäßige Schauspielerin zählt eine Dekade lang zu den begehrtesten und höchstbezahlten Darstellerinnen des deutschen Films

Eva Bartok kommt am 8. Juni 1928 im ungarischen Kecskemét als Eva Ivanova Marta Szöke zur Welt. 1944 heiratet sie den ungarischen Offizier und Sohn eines Likörfabrikanten Geza Kovacs. Von 1945 bis 1947 spielt sie in Budapest Theater, bevor sie 1948 mit ihrem zweiten Mann – dem US-Produzenten Alexander Paal – ihr Heimatland verlässt. 1951 folgt eine dritte Ehe mit dem englischen Filmintendanten William Wordsworth, durch den Eva Bartok britische Staatsbürgerin wird. Doch auch dieser Beziehung ist kein Glück beschieden – nach vier Jahren lässt sich das Paar 1955 scheiden.

In Großbritannien beginnt die Karriere der Filmschauspielerin – sie dreht „Madeleine“ (1950) und „A Tale Of Five Cities“ („Fünf Mädchen und ein Mann“, 1950), muss sich jedoch zunächst mit kleinen Nebenrollen begnügen. Der internationale Durchbruch gelingt Eva Bartok 1952 an der Seite von Burt Lancaster in „The Crimson Pirate“ („Der rote Korsar“). Rasch gilt sie als eine der schönsten Frauen Hollywoods und dreht vor allem in Deutschland eine ganze Reihe von melodramatischen Erfolgsfilmen.

Gemeinsam mit Curd Jürgens spielt Eva Bartok in Filmen wie „Der letzte Walzer“ (1953), „Rummelplatz der Liebe“ (1954) und „Orient Express (1954). Unter großem Medieninteresse heiraten die beiden am 13. August 1955. Wenige Monate nach der Blitzheirat und einer fünfzehnmonatigen turbulenten Ehe folgt 1956 die Scheidung. Für Aufsehen sorgt danach ihre Liaison mit David Michael Mountbatten – einem Verwandten der britischen Königin.

Eva Bartok dreht mit den Stars jener Jahre – mit Karlheinz Böhm und Ivan Desny kann man sie im Melodram „Dunja“ (1955), neben Peter Arens in „Durch die Wälder, durch die Auen“ (1956) und mit O. E. Hasse im Kriegsdrama „Der Arzt von Stalingrad“ (1958) sehen. Neben internationalen Produktionen spielt sie die Titelrolle in „Madeleine Tel. 13 62 11“ (1958), sie agiert in „Ein Student ging vorbei“ (1960), an der Seite von Peter van Eyck und Marianne Koch im Gerichtsdrama „Unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ (1961) und in der Filmadaption des Simmel-Bestsellers „Es muss nicht immer Kaviar sein“ (1961). In diesen Filmen beeindruckt die Ungarn stets als rassige, verführerische schwarzhaarige Schönheit.

Danach zieht Eva Bartok sich fast vollständig vom Filmgeschäft zurück. Ein erneuter Versuch, wieder in der Filmbranche Fuß zu fassen, scheitert. 1965 gelingt ihr noch einmal ein Bühnen-Comeback – in London tritt sie mit dem Stück „Paint Me black“ auf und im Berliner „Theater des Westens“ gibt sie ein Gastspiel als „Frau Luna“.

1980 heiratet Eva Bartok in Los Angeles den Amerikaner Dag Molin geheiratet – 1983 wird die Ehe geschieden.

Die Schauspielerin. die als Filmdiva wie auch durch ihr turbulentes Privatleben die Klatschspalten der fünfziger Jahre beherrscht, stirbt am 1. August 1998 mit neunundsechzig Jahren in einem Londoner Krankenhaus an einem Herzinfarkt.

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