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La Toya Jackson

Als Teil des weltbekannten Jackson-Clans legt sie im Gegensatz zu ihren Geschwistern Janet und Michael eine nur mäßig erfolgreiche Musikkarriere hin – La Toya Jackson komponiert Songs für Kollegen, hat in den USA einige Chart-Hits und macht ansonsten mit Skandalen auf sich aufmerksam

La Toya Yvonne Jackson kommt am 29. Mai 1956 als Tochter des Stahlarbeiters und Kranführers Joseph Jackson und dessen Frau Katherine in Gary im US-Bundesstaat Indiana zur Welt – gemeinsam mit ihren Geschwistern Rebbie, Jackie, Tito, Jermaine, Marlon, Brandon, Michael, Randy und Janet Jackson wächst sie dort auf und besucht die Schule. Ihre Familie ist Anhängerin der Zeugen Jehovas.

Lay Toya Jackson ist das erste Kind des Jackson-Clans, das eine eigene Solokarriere startet – ihre erste Single schreibt sie zusammen mit ihrem Bruder Michael. Das dazugehörige Album „La Toya Jackson“ von 1980 – das unter anderem mit Stevie Wonder und Ray Parker Jr. entsteht – enthält den Hit „If You Feel The Funk“, der sich als bislang einziger Song der Sängerin auch in den deutschen und europäischen Charts platzieren kann.

In den USA gelingt La Toya Jackson 1984 mit „Heart Don’t Lie“ der Sprung in die amerikanischen Hitparaden. Als ihren größten Erfolg kann man ihre Mitarbeit beim Song „P.Y.T. (Pretty Young Thing)“ ihres Bruders Michael Jackson bezeichnen – das Lied, bei dem sie im Background-Chor zu hören ist, befindet sich auf dem Album „Thriller“, dem bis heute weltweit erfolgreichsten Pop-Album.

1985 beteiligt sich La Toya Jackson zusammen mit zahlreichen anderen US-Stars an der Charity-Single „We Are The World“.

La Toya Jackson betätigt sich auch als Komponistin – unter anderem schreibt sie den Welthit „Reggae Nights“ für Jimmy Cliff. Gegen Ende der achtziger Jahre verlegt sie ihren Schwerpunkt nach Europa und veröffentlicht 1988 in Zusammenarbeit mit dem damals sehr erfolgreichen britischen Produzententeam Stock/Aitken/Waterman das nur wenig beachtete Album „La Toya“ – auch das in Deutschland produzierte Nachfolgealbum „Bad Girl“ wird ein Misserfolg.

Lay Toya Jackson sorgt im Laufe ihrer Karriere immer wieder mit schlagzeilenträchtigen Aktionen für Aufmerksamkeit und unterstreicht so ihren Ruf als „Schwarzes Schaf“ des Jackson-Clans – sie lässt sich 1989 nackt im Männermagazin Playboy ablichten, geht mit einer Boa Constrictor um den Hals einkaufen und schreibt mit „Growing Up In The Jackson Family“ eine skandalöse Autobiografie, in der sie ihren Vater des Inzests beschuldigt. Als ihr Bruder Michael in den neunziger Jahren des Kindesmissbrauchs verdächtigt wird, teilt sie mit, dass alle Verdächtigungen gegen Michael Jackson der Wahrheit entsprechen – erst 2004 nimmt sie diese Äußerungen zurück und stärkt ihrem Bruder den Rücken. Mittlerweile hat sich La Toya Jackson mit ihrer Familie ausgesöhnt.

Zu Beginn des neuen Jahrhunderts tritt La Toya Jackson ein halbes Jahr lang höchst erfolgreich im Pariser Moulin Rouge auf – sechs Tage in der Woche sorgt sie für ausverkaufte Vorstellungen und Standing Ovations. Ihre Millionengage gilt als bislang teuerstes Engagement des weltberühmten Pariser Etablissements.

Die Veröffentlichung von La Toya Jacksons achten Albums „Startin‘ Over“ wird 2002 bis auf weiteres verschoben – lediglich zwei Singles daraus, „Just Wanna Dance“ und „Free The World“, erklimmen die US-Charts.

Zu den großen Vorbildern von La Toya Jackson gehören James Brown und Josephine Baker

La Toya Jackson ist häufig im Fernsehen zu sehen – unter anderem in den Jurys von „RuPaul’s Drag Race“ und „America’s Next Top Model“, in der britischen Ausgabe von „Celebrity Big Brother“ und in der Reality-Show „Armed & Famous“.

La Toya Jackson ist bis zu dessen Tod 2005 mit Jack Gordon verheiratet. 2014 gibt sie ihre Verlobung mit ihrem langjährigen Manager Jeffre Phillips bekannt.

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