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Steven Spielberg

Als einer der klügsten und innovativsten Regisseure der Zeit begeistert er Filmfreunde mit niveauvoller Familienunterhaltung – Steven Spielberg zeigt sich für Kinoproduktionen wie „Der weiße Hai“, „Jurassic Park“ und „Schindlers Liste“ verantwortlich und gilt als kommerziell erfolgreichster Filmregisseur aller Zeiten

Steven Allan Spielberg wird am 18. Dezember 1946 in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio als Kind jüdischer Eltern, deren Vorfahren aus Österreich und der Ukraine stammen, geboren – der österreichischen Gemeinde Spielberg in der Steiermark verdankt er seinen Namen. Sein Vater Arnold Spielberg arbeitet als Elektroniker – unter anderem ist er am Design der ersten Computer beteiligt – und seine Mutter Leah Posner ist Konzertpianistin und Restauratorin.

Seine Kindheit verbringt Steven Spielberg in Arizona und in New Jersey – er wächst behütet auf, ist ein durchschnittlicher Schüler und wird als Einzelgänger wegen seiner Dyslexie in der Schule häufig gehänselt. Früh zeigt er Interesse für die Fotografie und filmt schon als Zehnjähriger mit der Kamera seines Vaters – weil dieser als Offizier und Pilot in der United States Air Force dient interessiert er sich besonders für den Zweiten Weltkrieg.

Mit dreizehn Jahren gewinnt Steven Spielberg mit dem Kurzfilm „Escape To Nowhere“ 1960 einen Filmwettbewerb. Nach dem Abschluss der Schule bewirbt er sich an der University Of Southern California um ein Filmstudium, wird jedoch abgelehnt. Er studiert einige Semester Englische Literatur und erhält als Zweiundzwanzigjähriger einen Vertrag in der Fernsehabteilung von Universal Pictures, nachdem sein Film „Amblin’“ auf dem Atlanta Film Festival gezeigt wird – in den folgenden Jahren dreht er hauptsächlich Fernsehfilme und Serien.

Internationale Bekanntheit erlangt Steven Spielberg 1975 durch den Horrorfilm „Jaws“ („Der weiße Hai“) – der Streifen ist ein großer kommerzieller Erfolg und gilt als erster „Blockbuster“ der Filmgeschichte. Danach folgen Filme wie „Close Encounters Of The Third Kind“ („Unheimliche Begegnung der dritten Art“, 1977), „Raiders Of The Lost Ark“ („Jäger des verlorenen Schatzes“, 1981), „E.T. the Extra-Terrestrial“ („E. T. – Der Außerirdische“, 1982), „Indiana Jones And The Temple Of Doom“ („Indiana Jones und der Tempel des Todes“, 1984), „The Color Purple“ („Die Farbe Lila“, 1985), „Empire Of The Sun“ („Das Reich der Sonne“, 1987), „Indiana Jones And The Last Crusade“ („Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“, 1989) und „Hook“ (1991).

Das Jahr 1993 ist Steven Spielbergs bislang erfolgreichstes Jahr – kurz hintereinander bringt er die Filme „Jurassic Park“ und „Schindler’s List“ („Schindlers Liste“) heraus. Während das Dinosaurier-Abenteuer alle finanziellen Rekorde bricht und mit seinen bahnbrechenden Trickanimationen jahrelang als erfolgreichster Film der Welt gilt, lässt „Schindler’s List“ zum ersten Mal auch die Kritiker aufhorchen, die Steven Spielberg bislang als Mainstream-Regisseur mit wenig künstlerischen Ambitionen abgetan haben. In dem aufrührenden Drama setzt sich Steven Spielberg erstmals mit seiner jüdischen Identität und der Judenverfolgung in Europa auseinander – der Film, der neben der Serie „Holocaust“ und Roman Polańskis „The Pianist“ („Der Pianist“) als bedeutendstes Werk zur Holocaust-Thematik gilt, wird weltweit gefeiert und 1994 mit sieben „Oscars“ ausgezeichnet.

Weitere Filme von Steven Spielberg sind „Amistad“ (1997), „Saving Private Ryan“ („Der Soldat James Ryan“, 1998), „Artificial Intelligence: AI“ („A.I. – Künstliche Intelligenz“, 2001), „Minority Report“ (2002), „Catch Me If You Can“ (2002), „Terminal“ (2004), „War Of The Worlds“ (Krieg der Welten“, 2005), Munich“ („München“, 2005), „The Adventures Of Tintin“ („Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn“, 2011), „War Horse“ (Gefährten“, 2011), „Lincoln“ (2012) und „Bridge Of Spies“ („Bridge Of Spies – Der Unterhändler, 2015).

Als Produzent zeigt sich Steven Spielberg unter anderem für die Realisation von Erfolgsfilmen wie „Gremlins“ (1984), „Back To The Future“ („Zurück in die Zukunft“, 1984), „An American Tail“ („Feivel, der Mauswanderer“, 1986), „Who Framed Roger Rabbit“ („Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, 1988), „Twitter“ (1996), „Men in Black“ (1997), „Deep Impact“ (1998), „The Legend Of Zorro“ („Die Legende des Zorro“, 2005) sowie mehreren Fortsetzungen von „Jurassic Park“ verantwortlich.

Charakteristisch für die Filme von Steven Spielberg ist die intensive Beobachtung von Alltagssituationen, die Konfrontation von Durchschnittsamerikanern mit eindrucksvollen Ereignissen, eine kindlich naive und doch ernsthaft humanistische Botschaft der Versöhnung, außergewöhnliche Licht- und Spezialeffekte und ungewohnte Perspektiven. Auffallend ist, dass häufig Kinder im Zentrum der Handlung stehen – die Bedrohung der Familie und ihrer Werte durch Scheidung oder Naturkatastrophen spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Als berufliche Vorbilder nennt Steven Spielberg Filmregisseure wie Stanley Kubrick, Walt Disney, Alfred Hitchcock, John Ford, Frank Capra, David Lean und Orson Welles. Zu seinem privaten Freundeskreis zählen Regisseure wie George Lucas, Robert Zemeckis und Peter Jackson, die Schauspieler Barbra Streisand, Richard Attenborough, Tom Hanks und Tom Cruise sowie der Filmkomponist John Williams, der fast alle Soundtracks für Steven Spielberg komponiert.

Hollywood-Stars wie Drew Barrymore, Harrison Ford, Whoopie Goldberg und Liam Neeson haben Steven Steinberg ihre erfolgreichen Karrieren zu verdanken.

1994 ruft Steven Spielberg die „Survivors Of The Shoah Visual History Foundation“ ins Leben – die Organisation archiviert Aussagen von Überlebenden der Shoah für die Nachwelt. 1998 wird Steven Spielberg mit dem Großen Bundesverdienstorden mit Stern der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

2013 leitet Steven Spielberg die Wettbewerbsjury der sechsundsechzigsten Internationalen Filmfestspiele von Cannes.

Von 1985 bis 1991 ist Steven Spielberg mit der Schauspielerin Amy Irving verheiratet – aus der Ehe geht ein Sohn hervor. 1991 heiratet er die Schauspielerin Kate Capshaw – gemeinsam haben sie drei leibliche und zwei adoptierte Kinder. Steven Spielberg ist Patenonkel der Schauspielerinnen Drew Barrymore und Gwyneth Paltrow.

Steven Spielberg lebt mit seiner Familie in Hollywood in Kalifornien.

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