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Mick Jagger

Mehr als fünfzig Jahre lang ist Mick Jagger Leadsänger der „Rolling Stones“ – der langlebigsten Rockgruppe und nach den „Beatles“ wohl berühmtesten Band der Welt. Der Brite mit den markanten Lippen avanciert in den sechziger Jahren zum Sexsymbol, er schreibt mehrere Welthits und verfolgt nebenbei eine erfolgreiche Solokarriere

Michael Philip Jagger wird am 26. Juli 1943 in im englischen Dartford in der Grafschaft Kent geboren – er ist der Sohn des Sportlehrers Basil Fanshawe „Joe“ Jagger und der Australierin Eva Ensley Mary Jagger, die als Kind nach Großbritannien kommt und unter anderem als Avon-Beraterin arbeitet. Schon als Jugendlicher lernt Mick Jagger den ebenfall in Dartford aufgewachsenen Keith Richards kennen.

Nach dem Abschluss der Schule studiert Mick Jagger an der London School Of Economics And Political Science und trifft dort Keith Richards wieder – gemeinsam hören sie Platten, spielen mit einigen Freunden Blues und Rockn’-Roll und besuchen die angesagten Clubs der britischen Hauptstadt. Wenig später gründen die beiden zusammen mit Brian Jones die Formation „The Rolling Stones“ – 1962 hat die Band ihren ersten Auftritt im Londoner „Marquee Club“.

Mick Jaggers markante Stimme und Keith Richards virtuoses Gittarrespiel führen die Gruppe bald zu Weltruhm – zusammen komponieren sie zahlreiche Titel, die später zu Welthits werden – darunter „Tell Me“, „The Last Time“, „(I Can’t Get No) Satisfaction“, „Paint It Black“, „Lady Jane“, „Under My Thumb“, „Out Of Time“, „Ruby Tuesday“, „Sympathy For Tthe Devil“, „Jumpin‘ Jack Flash“, „Street Fighting Man“, „Honky Tonk Women“, „Gimme Shelter“, „You Can’t Always Get What You Want“, „Brown Sugar“, „Wild Horses“, „Miss You“, „Angie“ und „Start Me Up“.

1984 spielt Mick Jagger mit den „Jacksons“ das Stück „State Of Shock“ ein, ein Jahr später veröffentlicht er sein erstes Solo-Album „She’s The Boss“ mit den Chart-Hits „Hard Woman“ und „Just Another Night“. Anlässlich des Live-Aid-Konzertes tritt er 1985 mit Tina Turner in Philadelphia auf, im selben Jahr singt er im Duett mit David Bowie den Klassiker „Dancing In The Street“. 1987 erscheint das von Dave Stewart produzierte Solo-Album „Primitive Cool“ mit der Hit-Single „Let’s Work“. Die dritte Soloproduktion „Wandering Spirit“ (1993) gerät etwas funkiger und kann zwar kaum Kritikerlob, dafür aber gute Verkaufszahlen vorweisen. 2001 erscheint mit „Goddess In The Doorway“ das vierte Solo-Werk von Mick Jagger – es bleibt relativ unbeachtet.

Neben der Musik ist Mick Jagger auch in diversen Filmen als Schauspieler zu sehen – in „Performance“ (1970) spielt er seine erste Hauptrolle, danach agiert er in der „Beatles“-Parodie „The Rutles“ (1978) und neben Anthony Hopkins in „Freejack“ („Freejack – Geisel der Zukunft“, 1992). Es folgt ein spektakulärer Auftritt als Transvestit im Homosexuellen-Drama „Bent“ (1997) an der Seite von Jude Law und Clive Owen sowie eine Rolle in „The Man From Elysian Fields“ („Der Mann für geheime Stunden“, 2001). Mick Jagger macht sich auch als Filmproduzent („Enigma“, 2001) und Filmkomponist („Alfie“, 2004) einen Namen. Im Laufe seiner Karriere schreibt und komponiert Mick Jagger für diverse Kollegen – unter anderem für Carly Simon, Peter Tosh und Bette Midler

2011 gibt Mick Jagger die Gründung seiner neuen Band „SuperHeavy“ bekannt – Bandmitglieder sind unter anderem der „Eurythmics“-Gitarrist David Stewart, Joss Stone, A.R. Rahman und Damian Marley.

Trotz der großen Anerkennung seiner künstlerischen Arbeit findet in der Boulevardpresse vor allem Mick Jaggers Privatleben als skandalträchtiger Womanizer immer wieder breite Beachtung. Seine zahlreichen Affären – unter anderem mit Marianne Faithfull und Anita Pallenberg – sowie sein angebliches sexuelles Interesse für beide Geschlechter beschäftigt die Journalisten jahrelang.

Mick Jagger ist zweimal verheiratet und hat sieben Kinder – in erster Ehe ist er von 1971 bis 1980 mit Bianca Jagger verheiratet, sie haben die Tochter Jade Jagger. Danach ist er von 1990 bis 1999 mit dem Fotomodell Jerry Hall – die für ihn Bryan Ferry verlässt – verheiratet, aus der Ehe gehen die Kinder Elizabeth Scarlett, James Leroy Augustin, Georgia May Ayeesha und Gabriel Luke Beauregard hervor. Mit der Sängerin Marsha A. Hunt hat Mick Jagger die gemeinsame Tochter Karis und mit der Brasilianerin Luciana Gimenez Morad den Sohn Lucas Maurice Morad. Seit 2001 ist Mick Jagger mit der englischen Stylistin L’Wren Scott liiert.

1995 wird Mick Jagger zum Ehrenpräsidenten der University Of London ernannt und im gleichen Jahr wird er Ehrenmitglied der London School Of Economics And Political Science. 2003 wird er vom britischen Prinz Charles – in Vertretung für Königin Elisabeth II. – für seine „Verdienste um die Popmusik“ zum Ritter geschlagen.

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