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Tony Bennett

Er zählt zu den populärsten Künstlern der USA und blickt auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurück – Tony Bennett gilt als einer der einflussreichsten Jazzsänger des vorigen Jahrhunderts und singt sich mit Hits wie „I Left My Heart In San Francisco“ und „Boulevard Of Broken Dreams“ in die Herzen seiner vorwiegend weiblichen Fans

Tony Bennett wird am 3. August 1926 als Anthony Dominick Benedetto in Astoria im New Yorker Stadtteil Queens geboren – er ist der Sohn eines Lebensmittelhändlers. Bei der Eröffnung der New Yorker „Triborough Bridge“ singt er das erste Mal in der Öffentlichkeit, während seines Kunststudiums an der High School Of Industrial Art jobbt er nebenbei als „singender Kellner“ in den italienischen Lokalen seiner Heimatstadt. 1944 wird Tony Bennett in die US-Armee eingezogen und bleibt bis 1946 in Deutschland stationiert, nach der Rückkehr in die USA wird er von Bob Hope entdeckt, erhält einen Plattenvertrag und hat mit „The Boulevard Of Broken Dreams“ seinen ersten größeren Erfolg.

In den folgenden Jahren dominieren seine Hits wie „Because Of You“ (1951), „Cold Cold Heart“ (1951), „Rags To Riches“ (1953) und „Stranger In Paradise“ (1953) die amerikanischen Hitparaden und Tony Bennett gibt zahlreiche Konzerte im New Yorker „Paramount Theatre“. 1952 erscheint sein erstes Album „Because Of You“, 1955 folgt „Cloud 7“ und 1957 „The Beat Of My Heart“ – auf „Basie Swings, Bennett Sings“ (1958) und „In Person! With Count Basie“ (1959) arbeitet er mit Count Basie und seinem Orchester zusammen.

1959 erhält Tony Bennet mit der „Tony Bennett Show“ seine eigene Fernsehshow, auch wirkt er in der populären Fernsehserie „77 Sunset Strip“ (1963) sowie im Spielfilm „The Oscar“ („… denn keiner ist ohne Schuld“, 1966) mit. 1962 wird sein vielleicht bekanntester Hit „I Left My Heart In San Francisco“ mit einem „Grammy“ ausgezeichnet und ist fortan die Erkennungsmelodie des Sängers. Für „I Wanna Be Around“ (1963), „Who Can I Turn To“ (1964) und „The Shadow Of Your Smile“ (1965) erhält Tony Bennett weitere „Grammy“-Nominierungen.

Mit dem Einzug der Beat-Musik in die Hitparaden verblasst der Stern von Tony Bennett gegen Ende der sechziger Jahre, nur zögerlich willigt er ein, sich verstärkt der aktuellen Popmusik zuzuwenden – die Alben „For Once In My Life“ (1967) und „Tony Sings The Great Hits Of Today“ (1969) finden jedoch nur wenig Beachtung.

Während der siebziger und achtziger Jahre hört man nur wenig von Tony Bennett, der Sänger macht stattdessen Schlagzeilen mit Steuerproblemen und Drogenexzessen. Musikalisch hervorzuheben sind allerdings seine von Kritikern hochgelobten Jazz-Alben „The Tony Bennett/Bill Evans Album“ (1975) und „Tony Bennett And Bill Evans – Together Again“ (1977). Der Sänger hält sich in der damaligen Zeit mit Engagements in Las Vegas über Wasser.

Mit dem Swing-Revival in den neunziger Jahren taucht auch Tony Bennett wieder auf – 1993 wird sein erfolgreiches Jazz-Album „Perfectly Frank“ (1992) – einer Hommage an seinen Freund und Bewunderer Frank Sinatra – mit einem „Grammy“ ausgezeichnet. 1994 erhält der Sänger für sein Tribut an Fred Astaire „Steppin‘ Out“ einen weiteren „Grammy“. Ein „Unplugged“-Album sowie weitere Tribute-Alben für Billie Holiday, Duke Ellington und Louis Armstrong folgen und durch die Zusammenarbeit mit Künstlern wie k.d. Lang und Elvis Costello gelingt es Tony Bennett, auch das jüngere Publikum für sich zu begeistern.

1998 wird Tony Bennett in die amerikanische „Big Band And Jazz Hall Of Fame“ aufgenommen und 2001 erhält er einen „Grammy“ für sein Lebenswerk. Zu seinem achtzigsten Geburtstag veröffentlicht der Sänger 2006 das Album „Duets – An American Classic“, auf dem er mit Künstlern wie Bono, den „Dixie Chicks“, Céline Dion, Billy Joel, Elton John, Diana Krall, Paul McCartney, George Michael, Barbra Streisand und Stevie Wonder einige seiner zahlreichen Klassiker interpretiert. 2010 nimmt Tony Bennett neben anderen Musikern an dem Projekt „Artists For Haiti“ für die Erdbebenopfer von Haiti teil.

2011 erscheint das Album „Duets II“, auf dem Tony Bennett mit diversen Musikstars – unter anderem mit Amy Winehouse, Lady Gaga, Sheryl Crowe and Natalie Cole – diverse Klassiker neu interpretiert.

Aus der Ehe mit Patricia Beech hat Tony Bennett die Söhne Andrea und Daegal und aus der zweiten Ehe mit der Schauspielerin Sandra Grant die beiden Töchter Joanna und Antonia. 2007 heiratet der Sänger die Lehrerin Susan Crow, mit der er 1988 die Stiftung „Exploring The Arts“ gründet, welche junge Nachwuchskünstler bei ihrer Ausbildung unterstützt. Tony Bennett ruft 2001 die „Frank Sinatra School Of The Arts“ ins Leben, an der die Studiengänge Instrumentalmusik, Gesang, Tanz, Theater und Schöne Künste angeboten werden.

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